Achtung: Am Donnerstag 16.05.2019 und Freitag 17.05.2019 ist die Ordination geschlossen. Vertretung: Dr. B. Balluch 1230 Wien und Dr. M. Radon 2340 Mödling

Aktuelle Erkrankungen in Brunn und Umgebung: Fieberhafte Atemwegsinfekte • Erbrechen • Feuchtblattern (Varicellen) • Scharlach • Bindehautentzündung

Der Jahreszeit entsprechend treten dzt. gehäuft Atemwegsinfekte mit oder ohne Fieber auf. Besonders lästig ist dabei der lange, oft noch über Wochen anhaltende, (Reiz)Husten. Diverse Hustensäfte sind oft nur eine unzureichende Unterstützung, wesentlich hilfreicher sind Inhalationen mit isotoner Kochsalzlösung oder anderen speziellen Wirkstoffen. In der Ordination können wir Sie diesbezüglich beraten und bei Bedarf ein Inhalationsgerät (Vernebler) verordnen und gleich mitgeben.

Besonders in Kinderbetreuungseinrichtungen kursieren gerade akute Magen-Darm-Infekte mit dem Schwerpunkt Erbrechen. Geben Sie schluckweise kaltes Wasser, milde Schonkost (nichts Süßes, Fettes, keine Vollmilch) und achten Sie auf Dehydrierungszeichen: zunehmende Müdigkeit und Lethargie, trockene Mundschleimhaut/Zunge, tränenarmes Weinen. In diesem Fall suchen Sie bitte umgehend die Ordination oder die nächste Kinderambulanz auf. Unterstützend können Medikamente gegen den Brechreiz und orale Elektrolytlösungen verschrieben werden, um stationäre Aufenthalte im Krankenhaus zur Infusionsgabe zu vermeiden.

Weiters häufen sich dzt. auch wieder Feuchtblatternerkrankungen (=Varicellen). Nach einer Inkubationszeit von bis zu 2 Wochen, entstehen zuerst punkt bis kleinflächige Rötungen, aus denen sich wässrig gefüllte Bläschen entwickeln, die schließlich aufplatzen und verkrusten. Der Ausschlag breitet sich am ganzen Körper aus, häufige Begleiter sind Fieber und Juckreiz. Bereits 2 Tage vor Ausschlagbeginn sind die Kinder ansteckend und bleiben es, bis sich alle Bläschen in Abheilung im Krustenstadium befinden. Die Therapie erfolgt symptomatisch u.a. mit einer lokalen Tinktur und juckreizstillenden Tropfen.

Beim ebenfalls auftretenden Scharlach, handelt es sich um eine bakterielle Erkrankung durch Streptokokken. Dabei kommt es zu Fieber, gerötetem Rachen mit Halsschmerzen, geschwollenen Halslymphknoten und oft einem feingrieseligem Ausschlag, der sich beginnend von den Leisten auf den Oberkörper ausbreitet. Die typische „Himbeerzunge“ tritt erst später im Verlauf auf. In der Ordination können wir die Diagnose oft schon durch die körperliche Untersuchung stellen, bei Bedarf kann zusätzlich ein Rachenabstrich durchgeführt werden, der in wenigen Minuten ein Ergebnis bringt. Bei gesicherter Diagnose ist auf jeden Fall eine antibiotische Therapie notwendig, um Komplikationen zu vermeiden.

Schließlich hatten wir auch mehrere Fälle von eitrigen bakteriellen Bindehautentzündungen in der Ordination. Diese sind hochansteckend! Bitte regelmäßig Hände waschen, eigenes Handtuch verwenden und allgemein auf wenig Augenkontakt (kein ribbeln, reiben!) und gute Hygiene achten. Je nach Ausprägung kommen lokale Augentropfen eines Stufenplans zur Anwendung, wir können dies gerne in der Ordination beurteilen. Dazwischen sollten die Augen jedenfalls mit abgekochtem Wasser, 0,9%NaCl oder Schwarztee gereinigt werden – dabei die Augen von außen nach innen auswischen.