Allergie: Diagnostik und Therapie

In der Ordination werden Diagnostik, Beratung und Therapie einer Allergie angeboten.

Allergie ist eine überschießende Reaktion des Immunsystems gegen einen Stoff den das Immunsystem als fremd erkennt, ein sogenanntes Allergen. Beim Erstkontakt mit einem Allergen erfolgt nur eine Sensibilisierung des Immunsystem, dies ist symptomlos. Erst bei Folgekontakten kommt es dann zu allergischen Reaktionen. Je nach Art und Ausprägung der Allergie können unterschiedliche Symptome auftreten:

  • Nasenrinnen, Augenjucken und Brennen, geschwollene Augen, Niesen
  • Husten, verlegte Nasenatmung, Schnarchen
  • Hautsymptome wie Urtikaria (=Hautquaddel), Ekzeme, Schwellungen
  • Schleimhautschwellung
  • Asthmasymptome
  • Kreislaufsymptome mit Blutdruckabfall, Schwindel, Übelkeit

Arten von Allergien

Wir unterscheiden grob:

Inhalative Allergene die eingeatmet werden. Dazu gehören:

  • Baumpollen wie z.B.: Birke, Hasel, Erle (sogenannte Frühblüher im März/April)
  • Gräserpollen (ab Mai/Juni)
  • Kräuter wie z.B.: Ragweed (Traubenkraut), Beifuß (August/September)
  • Allergene von felltragenden Tieren (Katze, Pferd, Kaninchen etc)
  • Hausstaubmilbe
  • Schimmelpilze wie z.B.: Alternaria, Cladosporium, Aspergillus

Kontaktallergene wie z.B.:

  • Nickel
  • Konservierungsmittel
  • Duftstoffe

Nahrungsmittelallergene und Arzneimittelallergene wie z.B.:

  • Fisch, Nuss, Milch, Ei
  • Antibiotika wie Penicillin, Schmerzmittel

Allergene durch Insektenstiche:

  • Wespengift, Bienengift

Allergiediagnose

Die Diagnose einer Allergie erfolgt durch:

  • Anamnesegespräch: dabei soll herausgefunden werden ob ein Zusammenhang zwischen allergischen Symptomen und möglichen Allergenen besteht.
  • Pricktest: Testsubstanzen werden in Tropfenform auf die Haut aufgetragen und die Haut wird anschließend oberflächlich durch eine Lanzette angeritzt. Dies ist nahezu schmerzlos. Bei einer positiven, also allergischen Reaktion, bildet sich nach einigen Minuten eine juckende Hautquaddel.
  • Venöse Blutabnahme: alternativ oder ergänzend zum Pricktest. Über das Blut können ebenfalls Allergene bzw. Teilkomponenten der Allergene nachgewiesen werden.

Prinzipiell ist eine Allergietestung in jedem Lebensalter möglich, auch bei Babys!


Therapie einer Allergie

Therapie einer Allergie:

Primär steht immer die Allergenvermeidung bzw. der Schutz vor den Allergenen im Vordergrund. Weiters stehen Medikamente wie z.B. Antihistaminika zur Verfügung, die die Symptome einer Allergie lindern.

Bei einigen Allergien ist darüber hinaus als echte Therapie eine sogenannte spezifische Immuntherapie (= Allergieimpfung, = Hyposensibilisierung) möglich: 1x/Monat (für ca 3 Jahre) wird das Allergen in niedriger Dosierung unter die Haut geimpft um so das Immunsystem langsam zu desensibilisieren und wieder an einen normalen Umgang mit dem Allergen zu gewöhnen. Es entwickelt sich eine Toleranz. Dabei gibt es sehr gute Erfolge! Beispiele sind die Hausstaubmilbenallergie, Pollenallergie oder Insektengiftallergie. Eine derartige subcutane (= unter die Haut geimpft) Immuntherapie kann bei Kindern ab 5 Jahren angewandt werden.
Bei der Gräserallergie steht alternativ auch eine Hyposensibilisierung in Tablettenform zur Verfügung. Die Schmelztablette muss allerdings täglich über 3 Jahre eingenommen werden, um gut zu wirken.