Wir sind von 13.07.2019 bis 28.07.2019 auf Urlaub. Vertretung: Dr. Martin Radon 2340 Mödling oder Dr. Bernd Balluch 1230 Wien

Akute Erkrankungen

Bei akuten, oft fieberhaften Erkrankungen versuchen wir selbstverständlich noch am selben Tag einen geeigneten Termin für Sie und Ihr Kind zu ermöglichen.

Wir stehen zur Abklärung sämtlicher akuter Erkrankungen zur Verfügung, im Einzelfall kann es jedoch notwendig sein, Sie an ein Krankenhaus, eine andere Facharztrichtung oder ein Röntgeninstitut zu überweisen.

Babys bis zum Alter von (3-) 6 Monaten, sollten bei Fieber in jedem Fall sofort abgeklärt und untersucht werden. Gefährliche bakterielle Infektionen sind in diesem Alter aufgrund des unreifen Immunsystems häufiger und heikler und müssen daher von „banalen viralen“ Infekten unterschieden werden.

Ab dem 2. Lebenshalbjahr (Alter > 6 Monate) nehmen fieberhafte Infekte allg. an Häufigkeit zu, besonders durch Kontakt mit anderen Kindern. Die häufigsten Infekte treten dann dementsprechend ab dem Besuch von Gemeinschaftseinrichtungen wie Krabbelstuben, Tagesmutterbetreuung und v.a. im Kindergartenalter auf. Je nach Allgemeinzustand und Ausprägung bzw. Schwere von Begleitsymptomen, können hierbei anfangs auch fiebersenkende Maßnahmen zuhause gesetzt und beobachtet werden. Spätestens bei Fieber > 3 Tage sollte jedoch eine abklärende Untersuchung erfolgen. Im Zweifel oder bei Unsicherheit was die Schwere der Erkrankung anbelangt, empfehle ich aber immer eine umgehende ärztliche Kontrolle!

Fieberdefinition

Babys bis zum etwa 1. Geburtstag haben eine höhere Kerntemperatur, eine Temperatur (rektal gemessen) bis 37,9°C ist in diesem Alter normal. Erst bei Temperatur > 38,0°C sprechen wir von Fieber.
Nach dem 1. Lebensjahr bezeichnet man eine Temperatur von 37,5°C – 38,0°C bereits als erhöhte Temperatur, Temperatur > 38,0°C bedeutet wieder Fieber.

Fiebermessung

Am verlässlichsten und genauesten ist die Temperaturmessung rektal.
Ab dem Alter von etwa 6 Monaten ist eine Messung mittels Ohrthermometer ebenfalls adäquat.
Fiebermessungen über die Haut mittels Infrarot haben die meisten Fehlerquellen und sind daher wenigsten verlässlich.

Fiebersenkende Maßnahmen

  • Hausmittel wie kalte Wadenwickel oder Essigpatscherl
  • Fiebersenkende Medikamente (z.B. Mexalen, Nureflex, Parkemed in altersadäquater Form und Dosierung) ab etwa einer Temp. von 39,0°, je nach Allgemeinzustand!

Bitte beachten Sie: Fieber ist eine natürliche Abwehrreaktion des Immunsystems und ein Zeichen das dieses aktiviert wird. Durch die Temperaturerhöhung werden Keime abgetötet. Dementsprechend sollten bei geringer Temperaturerhöhung nicht gleich fiebersenkende Medikamente verabreicht werden.


Neben der – immer an erster Stelle stehenden – klinischen Untersuchung biete ich folgende diagnostische Hilfsmittel in der Ordination an:

  • Akutlabor: Fingerstich für Blutbild, CRP (= bakterieller Entzündungswert) oder Blutzucker, jwls. mit sofortigem Ergebnis
  • Streptokokken – Rachenabstrich (Scharlach) mit sofortigem Ergebnis
  • Influenza Schnelltest (Grippetest) mit sofortigem Ergebnis
  • Venöse Blutabnahme: wird an ein Labor geschickt
  • Harnuntersuchung: Harnstreifenuntersuchung in der Ordination. Wenn notwendig wird der Harn an ein Labor zur Detaildiagnostik (z.B. Harnkultur) geschickt.
  • EKG